
Dresden erlesen
Literatur im Schloss
Wetterhinweis
Die geplanten Lesungen auf der Ostterrasse finden als Open-Air-Programme im Außenbereich statt.
Da die Wetterlage vereinzelte Schauer oder wechselhaftes Wetter erwarten lässt, empfehlen wir, vorsorglich einen Regenschirm oder eine leichte Jacke mitzubringen!
Rahmenprogramm ’26
(Stand 10. September ’26)
Bitte beachten Sie die kurzfristigen Änderungen auf der Großen Bühne Ostterrasse
Die für 14.00 Uhr angekündigte Lesung mit Ahmad Mesghara und Ludwig Bauer entfällt leider krankheitsbedingt.
Wir begrüßen dafür neu im Programm um 13.00 Uhr den Dresdner Spiegel-Bestsellerautor Frank Goldammer zu einer Lesung!
Um 15.00 gibt es eine kurze Gesprächsrunde „10 Jahre Dresden (er)lesen“ – eine lebendige Rückschau und ein Blick nach vorn mit Autoren, Ausstellern und Machern von DRESDEN erLESEN.
10.00 bis 18.00 Uhr · Ankleidezimmer der Dame

„Die abenteuerliche Welt der Buchstaben“ mit Thomas Zahn
Die Welt der Schrift ist voller Geheimnisse – und das seit über fünftausend Jahren. Doch von den einfachen Zeichen bis zu unseren heutigen Buchstaben war es ein langer Weg, obwohl es stets nur darum ging, Informationen auf Papier zu bringen – und manchmal auch auf Pergament, auf Papyrus, Holz, Stein oder Palmblätter.
Wer hat die Buchstaben erfunden? Wie schrieben die alten Sumerer, die Wikinger, die Germanen? Und gibt es Geheimschriften, die kein Mensch entziffern kann?
An zahlreichen praktischen Beispielen können die kleinen und großen Gäste gemeinsam mit Thomas Zahn die spannende Welt des Schreibens erkunden.
(Foto: Thomas Scholz)
10.00 bis 18.00 Uhr · Wiese Schlosshof

In diesem Jahr neu: Der Hörgarten!
Auf der Wiese vor Schloss Albrechtsberg entsteht ein entspannter Hörplatz unter freiem Himmel. Dort kann man sich hinsetzen und einfach Hörbücher genießen. Ganz in Ruhe. Ganz für sich.
Der Hörgarten ist ein ruhiger Ort mitten im „DRESDEN erLESEN“‑Trubel – perfekt für alle, die kurz Pause machen und in Geschichten eintauchen wollen.
10.00 bis 18.00 Uhr · Gartensaal

Ausstellung mit Werken von Suzanne von Borsody und Mirko Joerg Kellner
Im Rahmen von „DRESDEN erLESEN“ zeigt Schloss Albrechtsberg eine besondere künstlerische Begegnung: Suzanne von Borsody, bekannt als eindrucksvolle Charakterdarstellerin und Sprecherin, präsentiert ihre zweite große Leidenschaft – die Bildende Kunst.
Ihr Werk umfasst Gemälde, Serigrafien und gemeinsame Arbeiten mit dem Dresdner Fotokünstler Mirko Joerg Kellner. Einige dieser Werke aus dem Zyklus „Ein Hauch von Wagemut, ein Duft von Wandlung“ werden am 13. September 2026 ganztägig im Gartensaal des Schlosses Albrechtsberg zu sehen sein.
10.15 Uhr · Große Bühne Ostterrasse

Lyrik-Lesung mit Eileen Mägel und Friedrich Schollmeyer
Eileen Mägel, die ehemalige Radiomoderatorin und ehemalige Kanzlerin der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber und der Philosoph Friedrich Schollmeyer lesen aus ihren jeweiligen Lyrikbänden „In die Binsen gehen“ und „Die Schwäne sind verschwommen“ sowie weitere Texte. Freuen Sie sich auf ein lyrisches Doppel!
10.30 Uhr · Ankleidezimmer des Prinzen

Karim Pieritz liest aus seinem Regionalkrimi „Mord in Knatterbrook“
Ein bayerischer Abend im hohen Norden soll einen texanischen Milliardär von einer großen Investition überzeugen. Doch bevor die Verträge für eine geplante Drohnenfabrik unterschrieben sind, liegt der Investor tot in seinem Hotelzimmer – aufgefunden in einer äußerst peinlichen Pose. Da ein schwerer Sturm das gesamte Hotel von der Außenwelt abschneidet, bricht unter den Gästen Panik aus, denn der Mörder muss noch im Gebäude sein. Kriminalkommissar Knülle, eigentlich privat vor Ort, übernimmt die Ermittlungen im Alleingang. Unterstützt wird er dabei von einer eigenwilligen Polizei-KI im Testbetrieb. Die Suche nach dem Täter gestaltet sich für Knülle jedoch emotional hochgradig kompliziert …
10.30, 14.30, 16.15 und 17.15 Uhr · Spiegelsaal

Flanieren zwischen Architektur und Musik mit Ekkehard Meister am Klavier
Ekkehard Meister, geboren 1969, studierte Korrepetition und Klavier an der Leipziger Musikhochschule. Seit 1996 ist er als freiberuflicher Musiker in Leipzig tätig. 2015 trat er zudem eine Teilzeitstelle als Dozent am Institut für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ an.
Ekkehard Meister wirkte und wirkt in zahlreichen Bands (u. a. „Uferlos“, „Factory Of Art“, „Dark Suns“) und Orchestern mit. Von 1991 bis 1997 war er Korrepetitor und Konzertbegleiter beim Kinder- und Jugendchor des Leipziger Gewandhauses. Für Chöre und Vokalensembles schrieb er in den vergangenen Jahren außerdem immer wieder viel beachtete Kompositionen und Arrangements. Seit 1998 ist er Musikalischer Leiter, Pianist und teilweise auch Texter bei verschiedenen Programmen des Leipziger Kabaretts „academixer“ und geht seit 2012 mit seinem eigenen humoristischen Lieder- und Improvisationsprogramm „Rotkohl und Raucherbein“ auf Tour.
(Foto: Fotofonie)
10.45 bis 15.30 Uhr · Südterrasse

Mitmach-Angebote und Offene Bühne
10.45 bis 11.00 Uhr: Barbara Rauthe-Reichenbach liest aus „Das geheime Leben der Feen in Wachwitz“. Die Geschichte vom Elbhang in Dresden begeistert Kinder, Jugendliche und Erwachsenen aller Altersklassen gleichermaßen.
11.45 bis 12.00 Uhr: Torsten Herbert Himstedt liest Auszüge aus seinen Lyrik-Themen „Die Zukunft war gestern“ und „Tiere sind auch nur Menschen“.
12.45 bis 13.00 Uhr: Uwe Garten liest auf der Offenen Bühne zwölf seiner Gedichte.
13.45 bis 14.00 Uhr: Ariane Rücker wendet sich im Rahmen der Offenen Bühne mit einer Milieu-Studie bzw. einem gesellschaftskritischen Beitrag an das Publikum. Lassen Sie sich darauf ein, es lohnt sich.
15.00 bis 15.15 Uhr: Ulf Großmann liest aus seiner Erzählung „Glückshaut“ – eine wahre Geschichte über Mut, Freiheit und den Wunsch nach einem eigenen Leben in einem zerfallenen Deutschland 1944.
15.15 bis 15.30 Uhr: Hannah Werth schreibt Gedichte und Songtexte und nimmt mit einem lyrischen Lied, gespielt auf ihrer Ukulele, an der Offenen Bühne teil.
11.00 Uhr · Große Bühne Ostterrasse

Francis Mohr liest aus „Mörderische Instrumente“
Kommissar Kafka ermittelt. Eine Bombe bedroht eine Orchesterprobe und zwei mörderische Instrumente, eine Oboe und eine Mandoline, hinterlassen ihre Spuren. Kann Kafka die Fälle lösen?
Francis Mohr liest musikalische Kurzkrimis aus eigener Feder. Musikalisch umrahmt wird die Lesung vom Duo Sarah und Luca.
11.15 Uhr · Ankleidezimmer des Prinzen

Krisz Hardy liest aus „Septemberkinder 89: Über alle Grenzen“
Spätsommer 1989: Über Nacht sind Pauls Eltern verschwunden. Geflohen in den Westen, mit dem Plan, ihre Kinder nachzuholen. Ein Abschiedsbrief, ein Umschlag mit Geld, zwei leere Rucksäcke – mehr bleibt ihm und seiner neunjährigen Schwester Michi nicht. Bevor die linientreue Großmutter die Kinder ins Heim stecken lassen kann, fasst Paul einen wagemutigen Entschluss: Er tarnt die Flucht als Spiel und macht sich zu Fuß auf den Weg durch die Wälder der Tschechoslowakei in Richtung Österreich. Krisz Hardy erzählt die Wende aus Kinderaugen, über Geschwisterliebe, Mut und die Frage, ob Zusammenhalt stärker ist als Stacheldraht.
11.30 Uhr · Spiegelsaal

Flanieren zwischen Architektur und Musik mit Christoph Schenker am Cello
Christoph Schenker ist als Cellist, Bassist, Songwriter, Komponist und Arrangeur für verschiedene Bands und Projekte tätig. Das umfasst sowohl Kompositionen und Arrangements für Jazz-Ensembles, Popbands, Musiken für Kabarettprogramme als auch Uraufführungen von zeitgenössischer E‑Musik.
2023 erschien Moviestar, das Nachfolgealbum von Cellosophy, mit dem Christoph Schenker bis 2022 auf Tour war. Mit Moviestar wird der Weg konsequent weitergegangen, das Violoncello in den Mittelpunkt von atmosphärischen Stücken zwischen Filmmusik, New Classic und Pop zu stellen.
12.00 Uhr · Große Bühne Ostterrasse

Peter Ufer liest aus „Sächsisch – Von Modschegiebschn und Diggnischln“
Sächsisch soll der unbeliebteste deutsche Dialekt sein. Nu, nu – nee, nee!
Sächsisch klingt ausgesprochen gut. Die Mundart geht gern bequem den Weg des geringsten Widerstandes. Sächsisch ist nachgiebig, die Sprache gibt nach. Wie der Klügere. Sächsisch ist außerdem der einzige Dialekt, der als ostdeutsch identifiziert werden kann. Wer sächselt, ist immer als Neufünfländer zu erkennen. Um die Sächselnden zu verstehen, hilft Autor Peter Ufer. Gemeinsam mit Kabarettist Gunter Böhnke verfasste er den ersten sächsischen Duden der Welt. Denn wer die Heimatverbliebenen verstehen will, der muss auch ihre Wörter kennen. Der Sachsenversteher nimmt den Saxismus wörtlich. Er erklärt unterhaltsam seinen Wortschatz von Asch bis Zimdziesche, von babsch über bubsch bis Wambe, von Rabusche bis Schesslong. Denn nicht Sächsisch ist verhunztes Hochdeutsch, sondern Hochdeutsch ist verhunztes Sächsisch.
(Foto: Robert Jentzsch | rjphoto.de)
12.00 Uhr · Ankleidezimmer des Prinzen

Stefan Leithold liest aus „ETERNOS“
Der junge Schauspieler Martin Sterngrad bekommt die Hauptrolle seines Lebens angeboten – und verliert sich zunehmend in der Welt eines geheimnisvollen Theaterstücks.
Stefan Leithold, 1995 in Augsburg geboren, fühlte sich schon als Kind zum Theater hingezogen. Theaterspielen, Geschichten schreiben und erleben sind seither fester Bestandteil seines Lebens. Nach seiner Erzieherausbildung verschlug es ihn nach England, wo er an einem Performing-Arts-College arbeitete, selbst Regie führte und mit britischen Schauspielgrößen hinter die Kulissen einer Londoner West-End-Bühne blicken durfte. So entstand die Idee zu seinem Debütroman „Eternos“ – einer Symbiose aus Erlebtem, Gefühltem und Erträumtem.
12.00, 14.00 und 16.00 Uhr · Infopunkt am Schlosseingang

Schlossführung mit André Birnbaum
Es ist mir ein besonderes Anliegen, Sie zu einer außergewöhnlichen Reise in die Vergangenheit einzuladen. Mein Name ist André Birnbaum, und in der Rolle des Prinzen Albrecht von Preußen begleite ich Sie durch die Räume dieses einzigartigen Bauwerkes. Öffnen Sie mit mir die Türen zu einer längst vergangenen Epoche und erfahren Sie, warum dieses Schloss aus Liebe erbaut wurde. Es ist mir eine große Freude, Sie persönlich begrüßen zu dürfen.
Sie möchten sich einen Platz sichern? Schreiben Sie gern bis 10. September eine E‑Mail an info@schloss-albrechtsberg.de, nennen Sie uns darin Ihre Wunschuhrzeit (12/14/16 Uhr), und mit etwas Glück sind Sie dabei.
12.30 Uhr · Spiegelsaal

Musikalische Lesung mit Jürgen Meier aus „Wöbkenbrot und Pinselstrich“
Der ebenso spannende wie historisch interessante Familienroman von Jürgen Meier erzählt, beginnend im Jahr 1910, die Geschichte zweier Familien: der Familie Becker aus Chemnitz und der Familie Meyer aus Ostwestfalen – die Geschichte eines Jahrhunderts.
Jürgen Meier lebt in Hildesheim. Er schloss 1973 ein Studium „Intermedia“ mit Diplom ab, arbeitete anschließend als PR-Werbechef am Stadttheater Hildesheim und gründete die Werbeagentur Aickele & Meier. Seit 1997 ist er selbstständiger Autor und Journalist. Von ihm liegen zahlreiche Dokumentarfilme, u. a. für NDR und MDR, Buchveröffentlichungen, Radioserien und Theaterstücke vor. Die Lesung wird begleitet von Songs des Autors.
12.45 Uhr · Ankleidezimmer des Prinzen

Lesung mit René Seim
René Seim ist Autor, Dichter, DJ & Verleger. Seine Gedichte und Kurzgeschichten sind thematisch vielfältig und unterhaltsam. Dabei können seine Texte ernst, heiter, absurd, dunkel, skurril, assoziativ, schwippsig, melancholisch, surreal oder gar explosiv sein. Manchmal von Zeile zu Zeile. Bisher sind fünf Lyrikbände sowie ein Kurzgeschichtenband („Fliegende Fenster“) im Windlustverlag erschienen. Aber auch in Literatur- und Kunstmagazinen, Stadtzeitschriften und Anthologien wurden seine Texte bereits veröffentlicht.
(Foto: Anne Zückert)
13.00 Uhr · Große Bühne Ostterrasse
Frank Goldammer

Neu im Programm: Lesung aus „Die Bestie von Dresden“ (Kriminalrat Gustav Heller Band 3)
Der sonnige Mai 1883 wird für die Dresdner zum Schreckensmonat: Aus dem Zoologischen Garten soll ein Tiger ausgebrochen sein und die Stadt unsicher machen. Zeitgleich treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der es offenbar auf die Söhne und Töchter reicher Bürger abgesehen hat. Ein äußerst heikler Fall für Kriminalrat Gustav Heller und seinen Assistenten Schrumm. Als ihr Verdacht auf einen Ex-Zuchthäusler fällt, werden sie sofort von dessen ehrgeizigem Anwalt unter Druck gesetzt. Zu Hellers großem Ärger mischt sich auch der vom Zoo wegen des Tigers um Hilfe gebetene Wildtierexperte namens Karl May immer mehr in die Polizeiarbeit ein. Während das Raubtier noch frei herumläuft, geschieht ein weiterer Mord an einer jungen Frau …
Das Schreiben bedeutet für Frank Goldammer Erfüllung. Für seine Bestsellerromane sind es vor allem die deutsch-deutsche Geschichte, seine Heimatstadt Dresden und die Faszination für die dunkle Seite des Menschen, die ihn inspirieren. Seine Bücher erforschen Grauzonen und seine Figuren machen Blickwinkel erfahrbar, denen man im Alltag kaum begegnet. Historisch. Politisch. Immer unterhaltsam.
(Foto: Dirk Meutzner)
13.30 Uhr · Spiegelsaal

Flanieren zwischen Architektur und Musik mit Ekkehard Meister am Klavier und Christoph Schenker am Cello
Neben ihren Solodarbietungen laden Ekkehard Meister und Christoph Schenk um 13.30 Uhr im Rahmen von „DRESDEN erLESEN“ auch gemeinsam zum Flanieren zwischen Architektur und Musik. Ausführlichere Informationen zu beiden Künstlern gibt es in den Programmankündigungen für den Spiegelsaal um 10.30 Uhr und um 11.30 Uhr.
(Foto Ekkehard Meister: Fotofonie)
13.30 Uhr · Ankleidezimmer des Prinzen

Marco Mannozzi liest aus „Das Kleid. Auf der Suche nach der Liebe“
Die Geschichte einer unsterblichen Liebe, basierend auf einer wahren Begebenheit.
Marco Mannozzi wurde in Düsseldorf als Sohn eines erfolgreichen italienischen Unternehmers und einer deutschen Mutter geboren, deren Hobby die Malerei war. Nach seiner Geburt zogen seine Eltern in die Toskana, in die Heimatstadt seines Vaters, wo er aufwuchs und studierte. Mit 17 Jahren wurde sein Talent als Visagist während eines Fotoshootings in Rom entdeckt, er arbeitete danach unter dem Künstlernamen Michael di Clinique für Estée Lauder in Mailand. Seine Arbeit, seine Leidenschaft führten ihn durch die ganze Welt – als Maskenbildner und als Image Designer für Sänger der BMG Music. Er entwickelt eine individuelle Make-up-Methode und kreiert 2006 seine eigene Kosmetiklinie, die auch seinen Namen trägt. Heute lebt Marco Mannozzi in Berlin und in der Toskana und hält Seminare und Vorträge.
14.00 Uhr · Große Bühne Ostterrasse
(Die geplante Lesung mit Ahmad Mesgarha und Ludwig Bauer „Nur Mut – Stefan Zweig neu entdeckt“ fällt leider krankheitsbedingt aus.)

Tankred Lerch liest aus „Gott schütze die Nasa (und die Eier meiner Mutter)“
Wenn Tankred Lerch eine Bühne betritt und Short Storys liest, ist das eine „Lesung 2.0“ und kommt doch eher einem Stand-up gleich.
In seiner Short-Story-Sammlung „Gott schütze die Nasa“ arbeitet Lerch sich nicht Gag für Gag an einem Thema ab, sondern überzeugt durch berührende Komik und das humorvoll bis satirisch beobachtete Groteske unseres Alltags.
Im Vordergrund steht immer das ungeklärte persönliches Verhältnis des Autors zu der sich rapide verändernden Welt, zu sich selbst, seiner Wahlheimat Köln, seiner Jugend in einem Schleswig-Holsteinischen Kaff nahe Hamburg und seiner Familie. Mit einem präzisen Timing für Komik beschäftigt sich der Autor, aus dessen Werk man zweifelsfrei die Arbeit mit Komikern wie Kurt Krömer und Olaf Schubert herauslesen kann, mit an seiner von Selbstzweifeln und Ironie geprägten Existenz und seinem Arrangement mit dieser, unserer schönen neuen Welt.
(Foto: Stephanie Nauber)
14.15 Uhr · Ankleidezimmer des Prinzen

Anett Steiner liest aus „Moorgold: Ein Erzgebirgskrimi“
Mord ist ihr Hobby … am liebsten im Erzgebirge.
Anett Steier entführt im neuen Band ihrer Reihe um Kommissarin Annalena Krest und Hauptkommissar Ralf Lorenz in die nebelverhangenen Wälder entlang der deutsch-böhmischen Grenze. Im Erzgebirgskrimi „Moorgold“ stoßen die Ermittler auf alte Feindschaften und verschüttete Schuld. Und auf die Legende eines sagenhaften Schatzes, für den einst gemordet wurde. Je näher sie der Wahrheit kommen, desto klarer wird: Jemand ist bereit, erneut zu töten.
Düster und geheimnisvoll erzählt die Autorin von einer Region, in der Vergangenheit und Legenden untrennbar verbunden sind.
15.00 Uhr · Große Bühne Ostterrasse

Gesprächsrunde: „10 Jahre DRESDEN erLESEN“ – eine lebendige Rückschau und ein Blick nach vorn
In dieser kurzen Gesprächsrunde kommen Menschen zu Wort, die DRESDEN erLESEN über ein Jahrzehnt hinweg geprägt, begleitet und weiterentwickelt haben. Gemeinsam sprechen sie über besondere Momente, Herausforderungen, Lieblingsbegegnungen und die Zukunft des Formats. Ein warmes, offenes Gespräch über zehn Jahre Literaturleidenschaft auf Schloss Albrechtsberg.
15.00 Uhr · Ankleidezimmer des Prinzen

Patricia Dietrich liest aus „Meine abenteuerlichen Afrika-Reisen“
In ihren drei fesselnden Afrikareisegeschichten schildert Patricia Dietrich ihren waghalsigen Versuch, den Kilimandscharo zu bezwingen, die geheimnisvollen Berggorillas in Ruanda aufzusuchen und sich allein durch die Weiten Tansanias zu wagen.
Können Sie sich vorstellen, an akuter Atemnot zu leiden, mit einer Machete bewaffnet ein ugandisches Gericht vorzubereiten oder einem neuen Leben auf dieser Erde beizuwohnen? Die Autorin erzählt von genau diesen aufregenden eigenen Abenteuern in Tansania, Uganda und Ruanda.
15.30 Uhr · Große Bühne Ostterrasse
Suzanne von Borsody

„Flower Tales – Lasst Blumen sprechen“ – eine musikalische Lesung
Der 1892 geborene Dichter Peter Paul Althaus, dieser heute fast vergessene Freund u. a. von Joachim Ringelnatz, Rainer Maria Rilke, der Familie Mann und Rosemarie Fendel, steht mit den „Flower Tales“ im Mittelpunkt dieses humorvollen Programms.
Suzanne von Borsody, die großartige Schauspielerin und Tochter von Rosemarie Fendel, präsentiert hierbei verspielte Gebilde skurrilen Humors auf ganz besondere Art und Weise. Zusammen mit dem Kontrabassisten Kurt Holzkämper umspielt sie in der improvisierten Manier des Jazz Gedichte, die von erfrischenden Wortspielen und überraschenden Pointen leben. Reine Spielerei wechselt sich mit Tiefsinn und Melancholie ab, wenn sich schließlich auf der Bühne, an geheimnisvolle Sensoren angeschlossen, die Blume selbst zu Wort meldet. Lasst Blumen sprechen!
Die 1957 in München geborene Schauspielerin gehört zu den großen Charakterdarstellerinnen der deutschen Film- und Fernsehlandschaft. Seit über 40 Jahren überzeugt sie mit ihrer sonoren Stimme und ihrer unverwechselbaren schauspielerischen Gabe in zahlreichen Filmen und Theaterproduktionen. Für ihre herausragende schauspielerische Leistungen erhielt sie viele bedeutende Auszeichnungen, darunter die wichtigsten deutschen Film- und Fernsehpreise wie z. B. den „Deutschen Darstellerpreis“, mehrfach den „Grimme-Preis“ (u. a. für ihre Rolle in „Männertreu“), die „Goldene Kamera“ (u. a. für ihre Rolle in „Jahrestage – Aus dem Leben von Gesine Crespahl“), den „Bayerischen Fernsehpreis“ und den „Deutschen Fernsehpreis“.
Für ihr soziales Engagement wurde sie u. a. mit dem ARD-Medienpreis „Brisant Brillant“ ausgezeichnet, und sie erhielt den „Bayerischen Verdienstorden“ sowie das „Bundesverdienstkreuz“.
Neben ihrer schauspielerischen Arbeit lieh Suzanne von Borsody diversen Hörbüchern ihre Stimme und sie begeistert ihr Publikum regelmäßig live mit ihren multimedialen Lesungen.
15.45 Uhr · Ankleidezimmer des Prinzen

Julia Kulewatz liest aus „Nereiden reden nicht. Tiefseegedichte“
Während sie in ihren „Nachtgedichten“ der Frage nachgeht, was die gefühlte, die gedachte Nacht, die Nacht des Leibes und der Liebe in Schatten und im kalten oder überheiß entfernten Licht neu geborener oder bereits vergehender Sterne ist, verbindet Julia Kulewatz in „Nereiden reden nicht“ geschickt antiken Mythos mit aktuellem Zeitgeschehen, Klagelied mit Sternenkunde, Kyklopen mit der NASA, Kalypso mit Nihilismus und daraus entstehenden Kaulquappengalaxien.
16.15 und 17.15 Uhr · Südterrasse

Musikalischer Ausklang von „DRESDEN erLESEN“ mit dem Duo Sarah und Luca
Das Akustik‑Duo Sarah und Luca aus Dresden zieht das Publikum mit schwungvoller, dezenter und einfühlsamer Livemusik in seinen Bann. Pop, Soul, eine Prise Swing und ein Quäntchen Jazz bilden die musikalische Basis ihres Repertoires. Mit Gesang, Geige und Gitarre schaffen sie einen warmen Klangraum, in dem wohlbekannte Lieder zum Zurücklehnen und Wohlfühlen einladen. Ein perfekter musikalischer Ausklang der Jubiläumsveranstaltung von „DRESDEN erLESEN“.
16.30 Uhr · Ankleidezimmer des Prinzen

Carmen Rohrbach liest aus „Der Kernbeißer“
Die Autorin erzählt in ihrem autofiktionalen Roman bewegend und ehrlich von einem plötzlichen Schicksalsschlag. Was bleibt, wenn Stärke nicht mehr funktioniert? Wann wird Hoffnung wichtiger als Kontrolle?
Die Autorin berichtet von Wandlung und innerer Kraft – und davon, dass man niemals aufgeben sollte. Und plötzlich wächst Liebe dort, wo man sie am wenigsten vermutet … Ein Buch, das Mut macht und zudem spannend zu lesen ist.
(Foto: Peter von Felbert)
17.15 Uhr · Ankleidezimmer des Prinzen

Kirsten Witte-Hofmann (Edition überland) liest aus Andreas Wassermann „Wir suchen ein Land“
„Wir suchen ein Land“ ist die Geschichte von antifaschistischen Emigranten aus Deutschland, die trotz allem ihr Land nicht kampflos den Nazis überlassen wollen. 1936 wurde das Buch in Bratislava veröffentlicht, dann wurde es vergessen, wie sein Autor.
Robert Grötzsch war Sozialdemokrat, Antifaschist, Journalist. Er schuf mit diesem Exilroman eine Momentaufnahme der deutschen Emigration in den 1930er Jahren. Es ist der schnelle Einblick in das erste Fluchtland, die Tschechoslowakei. Grötzsch schrieb hastig und konkret. Asphaltliteratur, wie sie in der Weimarer Republik Furore machte und von den Nationalsozialisten gehasst wurde. Auch das macht den Roman modern, ja, gegenwärtig. Und aktueller denn je.

Moderator auf der Ostterrasse:
Ernst Dollwetzel
Studiert hat Ernst Dollwetzel in Berlin an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. An verschiedenen Theatern in Dresden, Freiberg, Döbeln und Bautzen war er engagiert. Danach wechselte er zum Fernsehen, arbeitete über 12 Jahre als Moderator und Redakteur hauptsächlich beim MDR und RBB, gelegentlich auch beim NDR, WDR, BR und SFB. Er spielte vier Jahre in einer Hauptrolle in der Daily-Soap „GZSZ“, bei Krimis „Polizeiruf 110“, „Die Cleveren“, „Wolfs Revier“. Es gab weitere Theaterengagements in Dresden und Thüringen. Über vier Jahre moderierte er eine eigene TV-Talk-Show in Dresdner Regionalsendern. Seit 2004 ist er auch Gästeführer bei den „Roten Doppeldeckern“ in Dresden.
Ernst Dollwetzel gestaltet Lesungen, u. a. eröffnete er das „Meißner Literaturfest“ 2009 mit Umberto Ecos „Der Name der Rose“ und las dort viele Jahre. Gleichzeitig moderiert er unzählige Veranstaltungen, Opern- und Operetten-Galas in Deutschland, Filmbälle, Jugendweihen, Namensweihen, Hochzeiten usw.
Tag des offenen Denkmals®
Bücher, Rahmenprogramm, Besichtigung, Gastronomie